Unser Engagement

Hintergrund zu den Tantiemen

Die Verwendung der Aufsichtsratstantiemen sorgt immer wieder für Diskussionen. Die ver.di-Mitglieder in den Aufsichtsräten haben da eine einfache und klare Entscheidung getroffen. Die Gelder sollen der Sache der Beschäftigten zu Gute kommen. Deshalb führen sie den weitaus überwiegenden Teil ihrer Vergütung an die Hans-Böckler-Stiftung ab.

Stiftungsaufgaben sind die Förderung der Mitbestimmung durch wissenschaftliche Beratung und Qualifizierung vornehmlich von Betriebs- und Personalräten, Männern wie Frauen, und von Arbeitnehmervertretern in Aufsichtsräten.

Dienstleistungen der Hans-Böckler-Stiftung sind Forschungsprojekte zu den Themen Mitbestimmung, Arbeitsgesellschaft, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Tarifpolitik. Dabei richtet sie ihre Arbeit zielgerichtet auf die Unterstützung von Beschäftigten und ihren Vertretungen im Betrieb aus. Und gut informierte und qualifizierte Betriebsräte kommen wiederum den Beschäftigten zugute.

Wenn Sie mehr über die Stiftung und ihre Arbeit wissen wollen, werfen Sie einen Blick in den Jahresbericht oder die Website der Stiftung. Auch in den regelmäßigen Veröffentlichungen, wie dem Magazin Mitbestimmung, den Heften von Böckler-Impuls und den WSI-Mitteilungen können sie sich ein Bild machen.


Mitbestimmung

Vorrangige Aufgabe der Hans-Böckler-Stiftung ist es, Mitbestimmungspraktiker bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Abteilung Mitbestimmungsförderung berät in ausgewählten Gebieten, gibt Veröffentlichungen heraus und pflegt ein Netz von Veranstaltungen, Arbeitskreisen und Beiräten zum Erfahrungsaustausch.


Forschungsförderung

Rund 100 Forschungsprojekte zu aktuellen Fragen und Problemen fördert die Hans-Böckler-Stiftung im Jahr. Sie sollen dazu beitragen, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse für die Gestaltung von Arbeitswelt und Gesellschaft bereitzustellen.


Wer war Hans Böckler?

Der Name Hans Böckler steht für die Einführung der paritätischen Mitbestimmung in der Montanindustrie (Kohle, Eisen, Stahl) 1951 und für die Durchsetzung der Einheitsgewerkschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.

Hans Böckler (1875 – 1951) begann sein Arbeitsleben mit einer Lehre als Gold- und Silberschläger und engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung. 1894 trat er dem Deutschen Metallarbeiterverband und der SPD bei.

1928 wurde er in den Reichstag gewählt. Während der NS-Zeit unterhielt er Kontakte zum Widerstandskreis um Wilhelm Leuschner. Zwei Jahre nach Kriegsende wurde Böckler auf dem Gründungskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der britischen Besatzungszone zum ersten DGB-Vorsitzenden gewählt.

Am 16. Februar 1951, drei Wochen vor seinem Tod, gelang es ihm in einem Spitzengespräch mit dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer, die paritätische Mitbestimmung in der Montanindustrie durchzusetzen. Hans Böckler hat sein Leben lang für die Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit gekämpft – ein Anliegen, dem die Hans-Böckler-Stiftung bis heute verpflichtet ist.